Dornbusch ist ein traditionsreicher Stadtteil im Norden von Frankfurt am Main und wurde 1946 aus Teilen der Gemarkungen von Ginnheim und Eckenheim gebildet. Heute leben rund 18.732 Menschen in diesem urbanen und zugleich grünen Viertel.
Der Name „Dornbusch“ geht auf die ursprüngliche Vegetation zurück: Bis zur Jahrhundertwende bestand das Gebiet entlang der Eschersheimer Landstraße zwischen Ginnheim und Eckenheim nahezu ausschließlich aus Dornbüschen, die vermutlich im späten Mittelalter Teil der Frankfurter Landwehr waren. Die Südgrenze des Stadtteils entspricht etwa der historischen Grenze des Frankfurter Territoriums bis zur Annexion durch Preußen im Jahr 1866. Überregional bekannt ist Dornbusch unter anderem durch das Funkhaus des Hessischen Rundfunks, das sich direkt an der Grenze zum südlich gelegenen Nordend befindet.
Vor der eigentlichen Entstehung des Stadtteils gab es zwischen Dornbusch und Eschersheim bis nach dem Zweiten Weltkrieg große Flächen, die von Großgärtnereien genutzt wurden, darunter die Sinai-Gärtnerei mit Deutschlands wohl größter Fliederzucht. Mit dem Rückzug der Gärtnereien ins Taunusvorland entwickelte sich Dornbusch zu einem urbanen Wohngebiet. Die Bebauung reicht teilweise bis in die Gründerzeit zurück und entstand parallel zu den benachbarten Stadtteilen Westend und Nordend, vor allem entlang der Ausfallstraßen und außerhalb des Alleenrings.
Besonders beliebt waren und sind das Dichterviertel westlich der Eschersheimer Landstraße und das Bertramsviertel südlich des Marbachwegs, die bereits damals zu den bevorzugten Wohnlagen Frankfurts gehörten. Heute verbindet Dornbusch urbanes Leben mit historischer Substanz, grünen Rückzugsorten und guter Anbindung an die Innenstadt – ideal für alle, die zentral wohnen und gleichzeitig das Flair eines gewachsenen Viertels genießen möchten.